Webcam Brusio
Brusio (780 m), Uhr (Ortszeit): 14 °C, Schauer, gefühlt 15 °C, Wind 1 km/h E, Luftfeuchtigkeit 90%. Quelle: Open-Meteo, auf der Höhe der Kamera.
Webcam Brusio, auf 780 m in der Valposchiavo: das Dorf mit dem Kreisviadukt der Berninabahn. Sie zeigt das Wetter im unteren Tal.
Luftlinie ab Brusio
Diese Webcam in Kürze
Wie die Kamera funktioniert und was die Bilder zeigen.
Was sieht man auf der Webcam von Brusio?
Brusio, auf 780 Metern in der Valposchiavo, das Dorf des Kreisviadukts des Bernina Express. Nützlich für das Wetter im unteren Tal, dem tiefsten Teil der Valposchiavo.
Was ist der Kreisviadukt von Brusio?
Ein spiralförmiger Eisenbahnviadukt mit neun Steinbögen, 110 Meter lang, eröffnet am 1. Juli 1908. Er lässt den Zug den Höhenunterschied auf engem Raum überwinden, mit einer Steigung von 70 Promille und einer Drehung von 360 Grad.
Wann fährt die Berninabahn in Brusio vorbei?
Mehrmals täglich in beide Richtungen: Neben dem Bernina Express mit Panoramawagen verkehren die Regionalzüge der Rhätischen Bahn. Die Fahrpläne stehen auf der Website der Rhätischen Bahn.
Wie ist das Wetter in Brusio gerade?
Die Webcam zeigt es, mit der Aufnahmezeit. Auf 780 Metern ist Brusio der tiefste Teil der Valposchiavo: Schnee im Ort ist seltener als in Poschiavo und am Pass.
Wie kommt man nach Brusio?
Mit dem Zug der Rhätischen Bahn von Tirano (nach den Halten Campocologno und Campascio) oder von St. Moritz; mit dem Auto über die Berninastraße von Tirano, über den Zoll in Campocologno. Ein Ausweis ist nötig: Das ist die Schweiz.
Brusio entdecken
Brusio ist die letzte Schweizer Gemeinde vor Tirano, das 6,5 Kilometer entfernt liegt, und auf drei Seiten von italienischem Gebiet umgeben. Das Dorf liegt auf 780 Metern, die Gemeinde aber reicht von rund 515 Metern im Talboden bis rund 2.900 Meter auf den Graten. Vom Dorf bis zum Berninapass sind es mehr als 1.500 Höhenmeter: Das Wetter im unteren Tal kann ganz anders sein als oben am Übergang.
Der Kreisviadukt geht auf eine Regel zurück: Die Strecke durfte nicht steiler sein als 7 Prozent. Eine Zahnradbahn wollten die Erbauer nicht, denn sie hätte schwere Züge, auch Güterzüge, unmöglich gemacht. Gleich südlich von Brusio fällt das Tal zu schnell ab, und um die Strecke zu verlängern, brauchte es eine Schleife. Man dachte an einen Kehrtunnel, doch die Geologie vor Ort sprach dagegen: So dreht der Zug seine Runde im Freien, auf Bögen von je zehn Metern Spannweite.
Vor dem Zug kam der Strom: Das Kraftwerk Campocologno, gebaut zwischen 1904 und 1907, nutzt mit dem Wasser des Lago di Poschiavo ein Gefälle von 420 Metern und gehörte bei der Inbetriebnahme zu den leistungsstärksten Europas. Über die Gemeinde verstreut stehen die Crotti, Rundbauten aus Trockenmauerwerk, in denen Milch und Käse kühl gehalten wurden. Weiter oben, in Cavaione, wurden die Bewohner erst 1875 Schweizer Bürger. Weiter zu den anderen Webcams der Valposchiavo, zu den Kameras an der Berninabahn, nach Tirano oder zur Karte.
Schon gewusst?
In Brusio waren Katholiken und Reformierte einst fast gleich stark, und jede Gemeinde hat ihre eigene Kirche: San Carlo Borromeo von 1617 und die reformierte Kirche von 1645. Die beiden barocken Türme prägen noch heute das Ortsbild.