Webcam Rifugio Marco e Rosa
Rifugio Marco e Rosa (3.609 m), Uhr (Ortszeit): -4 °C, Schnee, gefühlt -8 °C, Wind 13 km/h S, Luftfeuchtigkeit 100%. Quelle: MeteoSwiss, auf der Höhe der Kamera.
Webcam Rifugio Marco e Rosa, 3609 m, Berninagruppe: Scerscen-Gletscher und Monte Disgrazia über der Valmalenco. Schnee und Wetter in der Höhe.
Luftlinie ab Rifugio Marco e Rosa
Diese Webcam in Kürze
Wie die Kamera funktioniert und was die Bilder zeigen.
Was sieht man auf der Webcam Rifugio Marco e Rosa?
Die Kamera steht bei der Hütte auf 3609 m in der Forcola di Cresta Güzza und blickt nach Südwesten über die Valmalenco: unten der obere Scerscen-Gletscher (Vedretta di Scerscen Superiore), im Hintergrund der Monte Disgrazia (3678 m), rechts ein Felsgrat der Berninagruppe. Bleiben die Wolken weiter unten, verschwindet das Tal unter einem Nebelmeer.
Ist das Bild live? Wie oft wird es aktualisiert?
Wenn die Kamera in Betrieb ist, wird das Bild bei Tageslicht alle paar Minuten automatisch aktualisiert. Die Uhrzeit der letzten Aufnahme steht auf der Seite, und der Zeitraffer zeigt die Stunden davor.
Wo liegt das Rifugio Marco e Rosa und wie kommt man dorthin?
Die Hütte liegt in der Gemeinde Lanzada in der oberen Valmalenco (Provinz Sondrio), in der Forcola di Cresta Güzza an der Grenze zur Schweiz. Kein Wanderweg führt hinauf: Man erreicht sie nur auf Hochtouren, vom Rifugio Marinelli Bombardieri über den oberen Scerscen-Gletscher oder von der Diavolezza auf der Schweizer Seite. Nötig sind Gletscherausrüstung und Erfahrung.
Rifugio Marco e Rosa entdecken
Das Marco e Rosa steht auf einem Felssattel zwischen zwei Gletschern: im Norden der Morteratschgletscher in der Schweiz, im Süden der obere Scerscen-Gletscher in der Valmalenco. Es ist die höchstgelegene Hütte der Lombardei und wurde als Stützpunkt für alle gebaut, die den Piz Bernina von der italienischen Seite besteigen: Der Gipfel, etwas weiter nördlich, ist der höchste der Ostalpen.
Die erste Hütte wurde im Sommer 1913 gebaut. Das Material kam von der Schweizer Seite über den Morteratschgletscher, mit tragbaren Seilbahnen, zwischen Spalten und bei ständigem Schneefall. Gedacht war sie für etwa zwanzig Jahre. 1964 kam ein grösserer, vorgefertigter Bau daneben, der mit dem Helikopter von der Diavolezza heraufgeflogen wurde; die heutige Hütte aus Holz und mit Solaranlagen wurde am 13. Juli 2003 eingeweiht. Die Hütte von 1913 steht noch und dient als Winterraum.
Das Bild trägt die Daten der Wetterstation der Hütte: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag. Das Marco e Rosa gehört zu den «Rifugi sentinella del clima e dell'ambiente» (Wächterhütten für Klima und Umwelt), einem Netz von Stationen in Hütten und Observatorien entlang der Alpen und des Apennins. Es soll verfolgen, wie sich das Klima in den Bergen verändert, wo die Temperaturen fast doppelt so stark steigen wie im weltweiten Mittel.
Wer im Tal bleibt, sieht auf der Kamera, wie das Wetter auf den Gletschern ist und wie hoch die Wolkenobergrenze liegt. Weiter zu den anderen Webcams im Veltlin, zum Lago Palù, zum Berninapass oder zur Karte.
Schon gewusst?
Marco und Rosa waren ein Ehepaar: Marco De Marchi und Rosa Curioni bezahlten die erste Hütte, die am 14. September 1913 eingeweiht wurde. Die Idee entstand 1910, als eine Besteigung des Piz Bernina, die sie mit dem Alpinisten Alfredo Corti unternahmen, genau in dieser Scharte endete.
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